Forschungsprojekte

SMART-MOVE

Sustainable Management of Available Water Resources with Innovative Technologies - Management Of Highly Variable Water REsources in semi-arid Regions

Februar 2015 – Juni 2018
Jordanien / Westjordanland

Karstgrundwässer stellen im jordanischen Hochland und im Westjordanland die wichtigsten lokal verfügbaren Trinkwasserressourcen dar. Diese Grundwässer aus verkarsteten Kalksteinen sind allerdings durch ihre natürliche Vulnerabilität für Kontaminationen stark anfällig, v.a. da die Region durch stetig wachsende Besiedlung geprägt ist. Für lokale Wasserversorger sind die Überwachung der Rohwasserqualität und eine aufwendige Trinkwasseraufbereitung die wichtigsten technisch verfügbaren Maßnahmen. Im Rahmen des SMART-MOVE Projekts wird eine Pilotstudie durchgeführt, die aufzeigt, wie mittels hochauflösendem online Grundwasser-Qualitätsmonitoring das lokale Trinkwassermanagement optimiert werden kann.

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RiverView®

Juni 2015 - Mai 2018
Deutschland

Das RiverView®-Projekt hat zum Ziel, einen ganzheitlichen Ansatz für ein gewässerzustandsbezogenes Monitoring und Mangement zu entwickeln. Dazu wurde ein Trägerboot entwickelt, welches in der Lage ist ferngesteuert und autonom kleine und mittlere Flussläufe zu befahren. Die Trägerplattform bildet ein autonom operierender Messkatamaran. Die eingesetzte Messtechnik vereint die gleichzeitige Aufnahme von georeferenzierten Aufnahmen, hydrophysikalischen und chemischen Messwerten, die Über- und Unterwassertopographie sowie die Überwachung von Gewässergüteparametern. Zwischen den beiden Schwimmkörpern ist eine Multiparametersonde der Firma SEBA Hydrometrie befestigt, um Wasserqualitätsparameter wie Temperatur, Sauerstoffgehalt, pH-Wert, Leitfähigkeit, Redoxpotenzial und Trübung kontinuierlich während der Messfahrt zu erfassen. Die mit dem Gesamtsystem gewonnenen Daten tragen maßgeblich zum System- und Prozessverständnis der Gewässer bei und bieten eine optimale Grundlage für die Gewässerüberwachung und Maßnahmenplanungen in und an Gewässern. [Bildquelle: Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft an der RWTH Aachen (FiW) e.V.]

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Catch-Mekong

- Saltwater Intrusion and Morphodynamics in the Mekong Delta: Current Status, Upstream Impacts, and Future Developments

März 2017 - Februar 2019
Vietnam

Ziel des Catch-Mekong Projekts ist es innovative Technologien für eine nachhaltige und grenzüberschreitende Bewirtschaftung der natürlichen Wasser- und Landressourcen im Mekong-Delta bereitzustellen. Ein verbessertes Prozessverständnis über die Wechselwirkung zwischen Oberflächenwasser und Grundwasser in Küstenzonen ist in vielen Regionen sehr bedeutend, insbesondere bei steigendem Meerwasserspiegel betroffen. Das Eindringen von Salzwasser in die Oberflächenwässer ist ein natürliches Phänomen in den Küstenregionen des Mekong-Deltas, wo während der Trockenzeit Meerwasser aufgrund des Gezeiteneinflusses in das Fluss- und Kanalsystem des Deltas eintritt. Ist der Salzgehalt in den Oberflächengewässern und im Grundwasser jedoch zu hoch, kann das Wasser z.B. nicht mehr zur Bewässerung in der landwirtschaftlichen Produktion verwendet werden. Um ein tieferes Verständnis dieser Auswirkungen auf das Eindringen von Salzwasser ins Mekong-Delta zu erhalten, wurden zwei Teststandorte für hochauflösendes Monitoring der Wasserqualität in Flüssen, Kanälen und flachen Grundwassermessstellen (GWM) ausgewählt. Die GWM wurden dabei speziell für die Erfassung des räumlich-zeitlichen Dynamik des Salzgehalts ausgestattet. Dabei wird die elektrische Leitfähigkeit als Salinitätsproxy in mehreren Tiefen aufgezeichnet, um die Mechanismen der Grundwasserneubildungsprozesse und den Austausch mit dem Oberflächenwasser zu identifizieren.