Forschungsprojekte

I-Walamar

Zukunftsfähige Technologien und Dienstleistungen für das Wasser- und Landmanagement in Marokko

Juli 2019 – Juni 2022

Marokko

Ansprechperson: Dipl. Geol. Felix Grimmeisen

Ziel des Verbundvorhabens I-WALAMAR ist die Erprobung und Umsetzung praxisnaher Lösungen für Marokko im Hinblick auf eine lokale Kreislaufführung, den Erhalt von Ökosystemleistungen, die Restauration stark degradierter Böden sowie eine Optimierung der Anbaukulturen mittels innovativer Forschungsansätze. In der Fés-Meknès-Region sollen exemplarisch Elemente einer kreislauforientierten Ressourcenbewirtschaftung umgesetzt werden.
Nach einer Bestandsaufnahme vor Ort sollen eine Analyse der Wasserressourcen (oberirdische Fließgewässer und Grundwasser) durchgeführt sowie eine Strategie für ein nachhaltiges Land- und Wassermanagement unter besonderer Betrachtung der Stoffströme alternativer Ressourcen, wie organische Abfälle der Olivenölproduktion, Schnittabfälle der Landwirtschaft und kommunale Klärschlämme entwickelt werden. Die SEBA Hydrometrie entwickelt dafür angepasste Monitoringlösungen für die meteorologische Überwachung in der Landwirtschaft als auch Wasserqualitätsparameter mit Fokus auf die Abwässer der Olivenölproduktion.

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InoCottonGROW

Innovative Impulse zur Verringerung des Wasser-Fußabdrucks der globalen Baumwoll-Textilindustrie in Richtung UN-Nachhaltigkeitsziele

März 2017 – Februar 2020

Pakistan

Ansprechperson: Dipl. Geol. Felix Grimmeisen

Ziel des Projektes ist die Förderung einer nachhaltigen Wassernutzung in der Baumwoll-Textil-Lieferkette in Pakistan. Dafür wird das Konzept des Wasserfußabdrucks hin zu einem regionalspezifischen Steuerungsinstrument entwickelt. SEBA Hydrometrie entwickelt dafür Konzepte für das Gewässermonitoring im Baumwollanbau, welche an die spezifischen lokalen und klimatischen Anforderungen im Projektgebiet angepasst sind. Zur Erfassung und Überwachung der benötigten Wassermengen im lokalen Baumwollanbau wurde an einer ausgewählten Stelle im Netz der Bewässerungskanäle eine DischargeKeeper-Stationen zur Messung der Abflussmenge installiert. Weiterhin wurden am Teststandort Multiparametersonden vom Typ SEBA MPS-D8 installiert, um die Versickerung unter den landwirtschaftlichen Flächen zu überwachen.

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ViWaT-Engineering

Water, Energy and Construction Technologies

Oktober 2018 – September 2021

Vietnam

Ansprechperson: Dipl. Geol. Felix Grimmeisen

Im Verbundprojekt ViWaT-Engineering werden nachhaltige Strategien, Konzepte und technische Maßnahmen entwickelt, um der fortschreitenden Destabilisierung und Entvölkerung des Mekong-Deltas entgegenzuwirken. Das Mekong-Delta und insbesondere die Ca Mau Halbinsel im Süden des Deltas ist durch Erosion, Versalzung der Wasserressourcen und Trockenperioden in seiner Existenz bedroht, mit der Folge von zunehmenden Verlust von Land und Süßwasserressourcen. Die SEBA-Arbeiten widmen sich hierbei insbesondere den Themen des Wassermanagements: Qualitätsmonitoring und Dauerbeobachtung potentieller alternativer Wasserressourcen und Etablierung eines effektiven Grundwasser- und Oberflächenwasser-Monitorings mittels automatisierter Multisensorsysteme als Grundlage zur Erarbeitung eines vertieften Verständnisses der Grundwasserdynamik.

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SMART-MOVE

Sustainable Management of Available Water Resources with Innovative Technologies - Management Of Highly Variable Water REsources in semi-arid Regions

Februar 2015 – Juni 2018
Jordanien / Westjordanland

Ansprechperson: Dipl. Geol. Felix Grimmeisen

Karstgrundwässer stellen im jordanischen Hochland und im Westjordanland die wichtigsten lokal verfügbaren Trinkwasserressourcen dar. Diese Grundwässer aus verkarsteten Kalksteinen sind allerdings durch ihre natürliche Vulnerabilität für Kontaminationen stark anfällig, v.a. da die Region durch stetig wachsende Besiedlung geprägt ist. Für lokale Wasserversorger sind die Überwachung der Rohwasserqualität und eine aufwendige Trinkwasseraufbereitung die wichtigsten technisch verfügbaren Maßnahmen. Im Rahmen des SMART-MOVE Projekts wird eine Pilotstudie durchgeführt, die aufzeigt, wie mittels hochauflösendem online Grundwasser-Qualitätsmonitoring das lokale Trinkwassermanagement optimiert werden kann.

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RiverView®

Juni 2015 - Dezember 2019
Deutschland

Ansprechperson: Dipl. Geol. Felix Grimmeisen

Das RiverView®-Projekt hat zum Ziel, einen ganzheitlichen Ansatz für ein gewässerzustandsbezogenes Monitoring und Mangement zu entwickeln. Dazu wurde ein Trägerboot entwickelt, welches in der Lage ist ferngesteuert und autonom kleine und mittlere Flussläufe zu befahren. Die Trägerplattform bildet ein autonom operierender Messkatamaran. Die eingesetzte Messtechnik vereint die gleichzeitige Aufnahme von georeferenzierten Aufnahmen, hydrophysikalischen und chemischen Messwerten, die Über- und Unterwassertopographie sowie die Überwachung von Gewässergüteparametern. Zwischen den beiden Schwimmkörpern ist eine Multiparametersonde der Firma SEBA Hydrometrie befestigt, um Wasserqualitätsparameter wie Temperatur, Sauerstoffgehalt, pH-Wert, Leitfähigkeit, Redoxpotenzial und Trübung kontinuierlich während der Messfahrt zu erfassen. Die mit dem Gesamtsystem gewonnenen Daten tragen maßgeblich zum System- und Prozessverständnis der Gewässer bei und bieten eine optimale Grundlage für die Gewässerüberwachung und Maßnahmenplanungen in und an Gewässern. [Bildquelle: Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft an der RWTH Aachen (FiW) e.V.]

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Catch-Mekong

Saltwater Intrusion and Morphodynamics in the Mekong Delta: Current Status, Upstream Impacts, and Future Developments

März 2017 - Dezember 2019
Vietnam

Ansprechperson: Dipl. Geol. Felix Grimmeisen

Im Catch-Mekong Projekt sollen innovative Technologien für eine nachhaltige und grenzüberschreitende Bewirtschaftung der natürlichen Wasser- und Landressourcen im Mekong-Delta entwickelt und bereitgestellt werden. Ein verbessertes Prozessverständnis über die Wechselwirkung zwischen Oberflächenwasser und Grundwasser in Küstenzonen ist in vielen Regionen sehr bedeutend, insbesondere bei steigendem Meerwasserspiegel. Salzwasserintrusion in Oberflächenwässer ist ein natürliches Phänomen entlang der Küste des Mekong-Deltas, wo während der Trockenzeit Meerwasser aufgrund des Gezeiteneinflusses in das Fluss- und Kanalsystem des Deltas eintritt. Ist der Salzgehalt in den Oberflächengewässern und im Grundwasser jedoch zu hoch, kann das Wasser z.B. nicht mehr zur Bewässerung in der landwirtschaftlichen Produktion verwendet werden. Um ein tieferes Verständnis dieser Auswirkungen auf das Eindringen von Salzwasser ins Mekong-Delta zu erhalten, wurden zwei Teststandorte für hochauflösendes Monitoring der Wasserqualität in Flüssen, Kanälen und flachen Grundwassermessstellen (GWM) ausgewählt. Die GWM wurden dabei speziell für die Erfassung der räumlich-zeitlichen Dynamik des Salzgehalts konzipiert, um die Mechanismen der Grundwasserneubildungsprozesse und den Austausch mit dem Oberflächenwasser zu identifizieren. Dabei wird die elektrische Leitfähigkeit als Salinitätsproxy mit SEBA MPS-TEC Sonden in mehreren Tiefen aufgezeichnet.

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INTECRAL

Integrated eco technologies and services for a sustainable Rual Rio de Janeiro

August 2013 - Juli 2017
Brasilien

Ansprechperson: Dipl. Geol. Felix Grimmeisen

Das INTECRAL-Projekt ist eng verknüpft mit dem Projekt Rio Rural (PRR), einem Großprojekt zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung im brasilianischen Bundesstaat Rio de Janeiro. Dabei will INTECRAL neues technologisches Wissen für eine regionale nachhaltige ländliche Entwicklung integrieren und Knowhow-Lücken im Bereich landwirtschaftliche Produktionssysteme zu schließen. Oft stehen moderne Methoden und Technologien in Brasilien nicht zur Verfügung, wie zum Beispiel spezielle Technologien für Kleinbauern zur Zuckerrohrernte oder sie verursachen zu hohe Kosten, beispielsweise für Equipment für das Gewässermonitoring. Messtechniken für Parameter wie elektrische Leitfähigkeit, Sauerstoffkonzentration, Trübung sowie pH und Nitrat eignen sich besonders als Entscheidungshilfen für die Wasserwirtschafts- oder Umweltbehörden. Dabei spielen insbesondere Online-Datenfernübertragungssysteme eine zentrale Rolle, um beispielsweise ereignisgesteuertes Monitoring oder mehrschwellige Alarmierungen nutzen zu können. Die SEBA Hydrometrie hat im Projektgebiet mehrere Monitoringstationen mit LogCom-2 sowie MPS-K16 Wasserqualitätssonden ausgestattet, um genannte Parameter hochauflösend im Grund- sowie Oberflächenwasser online zu erfassen. Mehrere Schulungsveranstaltungen mit lokalen Forschungs- und Behördenpartnern rundeten das Teilprojekt zum Gewässermonitoring erfolgreich ab.

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