Projekt Nord-Ostsee-Kanal

Ein Projekt zur Verbreiterung des NOK im Bereich der Oststrecke, mit unserem Kunden WSV -Kiel / Holtenau.

Projektbeschreibung:

Im Bereich der Oststrecke des NOK, Bereich von der Levensauer Hochbrücke bis Groß Königsförde, wird über ca. 14 km Länge eine Verbreiterung geplant. Bei diesen Erdarbeiten werden auch wasserführende Schichten angeschnitten, die z.T. von lokalen Wasserversorgern zur Trinkwasserversorgung genutzt werden.

Die Wasserstände und deren Beschaffenheit (Leitfähigkeit, Temperatur) wurden in der Vergangenheit mit SEBA-Datensammlern im Offline-Betrieb an 59 Grundwassermessstellen (GWM) gemessen und aufgezeichnet. Um mögliche Einflüsse der Erdarbeiten auf die Grundwasserverhältnisse frühzeitig erkennen zu können, sollte das Bestandsmessstellennetz auf insgesamt 72 Grundwassermessstellen erweitert und mit neuer Messtechnik inkl. Datenfernübertragung ausgestattet werden.

Seit März 2019 wurde die vorhandene Messtechnik durch moderne SEBA-Messdatensammler vom Typ Dipper-PT (Wasserstand, Temperatur) und Dipper-PTEC (Wasserstand, Temperatur, Leifähigkeit) mit zusätzlicher Datenfernübertragung (3G+) ersetzt. Aufgrund des smarten Baukastensystems, können Datensammler und Mobilfunk-Modul SlimCom3G+ steckbar miteinander verbunden werden. Dipper-PT/PTEC und Datenfernübertragung verfügen dabei jeweils über eigene Energiequellen. Bei einem spannungsbedingten Ausfall der Datenfernübertragung kann der Messbetrieb des Datensammlers weiterhin gewährleistet werden. In Abhängigkeit von der Empfangsqualität des Mobilfunknetzes und des Messstellenausbaus (unterflur/überflur) wurde der SlimCom3G+ mit unterschiedlichen Antennentypen ausgestattet, um eine sichere Übertragung von der Grundwassermessstelle zur Empfangszentrale sicherzustellen. Unabhängig von der routinemäßigen Datenfernübertragung, können bei Unter-/Überschreitung von frei definierbaren Ereignisschwellen (z.B. Batteriespannung, Leitfähigkeit, Wasserstand) auch Alarmmeldungen per SMS an bis zu 8 Empfänger abgesetzt werden. Darüber hinaus verfügt der Dipper-PT/PTEC über ein intelligentes Ereignismanagement, bei dem sowohl die Taktzeiten für jeden Messkanal als auch die Übertragungsintervalle zur Zentrale automatisch angepasst werden können.    

Die Messdaten und der Batteriezustand des DFÜ-Moduls werden vorerst 1 x täglich auf einen FTP-Server per Daten-Push übermittelt und von dort in einem automatisierten Verfahren, ebenfalls 1 x täglich, in eine GW- Base®-gestützte Datenbank der Firma Ribeka, Bornheim und deren Internetanwendung GW- Web® übertragen. Von dort haben alle Projektbeteiligten tagesaktuell Zugriff auf sämtliche Messdaten. Mit Hilfe von frei programmierbaren Wartungsslots hat das WSA Kiel-Holtenau jederzeit die Möglichkeit die Datensammler bequem vom Büro aus zu parametrieren. Für die Betreuung der Messtechnik vor Ort, stehen dem Wasserschifffahrtsamt robuste, feldtaugliche Handterminals vom Typ HDA-Pro zur Verfügung. Die Kommunikation erfolgt dabei kabellos via Bluetooth und dem Bluetooth-Modul BlueCon 2.